Kommunikation

Hier findest Du eine Auswahl der Methoden, mit denen wir eine entspannte Kommunikationsbasis bieten.

BARCAMP

Funktion

Barcamp wird auch als „Unkonferenz“ betitelt, da es kein festes Konferenzprogramm gibt, sondern i.d.R. die Teilnehmer:innen ihre eigenen Themen mitbringen und die Diskussionen und Vorträge mitentwickeln. Themen/Aspekte mitbringen heißt: Fragen stellen, Diskussionen anregen, Wissen teilen, Workshops durchführen etc. Die Themen werden dabei nicht vorgegeben. Alle Themen werden aus der Praxis in einem Barcamp gebündelt, sodass neue Impulse, Ideen und Co-Kreationen entstehen und gutes Networking „auf Augenhöhe“ ermöglicht wird. Im Allgemeinen besteht ein öffentlicher Zugang, wo sich potenzielle Interessenten anmelden und teilnehmen können. Hierzu werden sowohl Barcamps anhand von Oberthemen wie Literatur, Gesundheit oder Software-Entwicklung angeboten als auch Barcamps zu anderen spontanen Thema. Anhand der Interessen und Beiträge der Teilnehmer:innen werden eine Sessionplanung und Themenblöcke erstellt, um ein vielseitiges und spannendes Rahmenprogramm aufzustellen.

Zweck und Absicht

Die teilnehmergesteuerte Unkonferenz ermöglicht einen „fruchtbaren“ Austausch zwischen den Teilnehmenden. Durch das aktive Einbinden aller Teilnehmer:innen entstehen neue Ideen, es werden Projekte angestoßen und intensives Networking betrieben.

Flexibilität

Anbieten verschiedener Thematiken in verschiedenen Formen der Durchführung (Workshops, Seminare etc.).

Dauer

3 bis 6 Stunden

Die Dauer der Methode kann stark variieren, je nachdem wie umfassend die Thematik ist und wie viele Interessierte die Unkonferenz mitgestalten.

Teilnehmer:innen

Ab 20 (Teamarbeit)

Teilnehmeranzahl variiert abhängig vom Teilnehmerinteresse und thematischem Kontext.

Aufwand

Planung und Organisation der Sessions, Time-Slots, räumliche/technische Vorbereitungen.

Output

Maßzahl: Wissen teilen, Ideen entwickeln und Kontakte knüpfen.

Onlinefähigkeit

Online kann diese Methode z.B. mit Zoom/MS-Teams in Kombination mit MURAL durchgeführt werden.

1.) Vorbereitung

• Im Vorfeld sammeln von Themenvorschläge für die Sessions über das MURAL Board (Zugang wird im Zuge der Anmeldung erteilt) und interner Sortierung.

• Technik wird ausprobiert und erste Testläufe gestartet (Setup MURAL, Zugangslink virtuelle Räume, Verbindungsqualität testen).

• „Technik-Support“: Unterstützung der Teilnehmer:innen via Telefon und Nachricht.

• Freischaltung eines zusätzlichen Raums, auf dem sich die Teilnehmer:innen im Vorfeld schon kennenlernen können, sowie ein „Kaffee-Raum“ für die integrierte Kaffeepause.

• Gesammelte Themen werden Teilnehmenden vorgestellt und bei Bedarf weitere Themen ergänzt (Anzahl begrenzt halten!).

2.) Durchführung

• Begrüßung der Teilnehmenden durch Moderator:in (inkl. Technik-Check-In und Fragen).

• Agenda wird durchgesprochen und in die Barcamp-Methode und dessen Regeln eingeführt.

• Themen werden nochmals kurz angesprochen und der Link zu den Sessions in den Chat gepostet.

• Session-Organisation: Im Vorfeld jeder Session sucht sich jeder Teilnehmer:in eines der angebotenen Themen heraus und ordnet sich der jeweiligen Session zu.

• Jede Session wird von der:m Co-Moderator:in (Kenntnis über Tool und Thema sinnvoll!) geleitet und gelenkt. Nach jeder Session wird ins Plenum zurück gewechselt.

• Die Ergebnisse der jeweiligen Sessions werden mithilfe von MURAL-Boards gesammelt und dokumentiert.

• Die Ergebnisse der Sessions werden von der:m Moderator:in vorgestellt und aufkommende Verständnisfragen abschließend geklärt.

• Im Plenum (Hauptsessions) findet eine kurze Feedbackrunde statt.

Material (Was brauche ich?)

Flipchart / Pinnwand, Moderationsmaterial,

ggf. Online Tools wie Zoom/WebEx,

Twitter-Wall (Bildschirm mit Twitter-Nachrichten zu den Themen).

Anleitung (Wie gehe ich vor?)

In einer Opening-Session eröffnen Sie mit einer Anmoderation (Agenda, Organisation etc.) und einer anschließenden Vorstellungsrunde der teilnehmenden Personen.

Jeder der einen Vortrag halten oder eine Diskussionsrunde einbringen möchte stellt sein Thema vor. Per Voting (z.B. durch Handzeichen) wird das Interesse des jeweiligen Vorschlags bewertet. Sie legen anschließend fest, ob der votierte Vorschlag aufgegriffen wird und welcher Raum sich in der Session diesbezüglich eignet.

Über einen „Grid“ (Whiteboards, Metapläne) werden die Vorträge hinsichtlich des Veranstaltungszeitraums und –rahmens zugeordnet. Der endgültige Sessionplan wird daraufhin entweder an mehreren, gut sichtbaren Orten aufgehängt oder digital veröffentlicht. Digital können über die App Trello oder ein WebEx-Whiteboard die Sessions zeitlich terminiert werden.

Zum Abschluss eines Barcamps führen Sie eine Feedbackrunde oder Zusammenfassung des Tagesdurch. I.d.R werden ein Fotoprotokoll, Teilnehmerlisten und Videos den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt.

TIPP: Viele Organisatoren bieten außerdem am Vorabend oder nach dem Barcamp ein Get-together an. So können die TeilnehmerInnen noch besser networken.

Die wichtigsten Barcamp  Regeln

Hashtags

Über einen vom Veranstalter kreierten #Hashtag wird über das Barcamp in den Sozialen Medien berichtet: Vor, während und nach dem Camp.

Kosten

Barcamps sind für die Teilnehmer oft kostenfrei oder deutlich günstiger als klassische Kongresse und Tagungen. Sponsoren ermöglichen mit ihren Sach- und Geld-Sponsorings die Durchführung des Barcamps. Sie dürfen auch an den Sessions und der Vorstellungsrunde teilnehmen, allerdings dort keine Eigenwerbung platzieren. Natürlich kann und sollte der Organisator den Sponsoren bereits in der Opening Session danken. Auch Standflächen für Sponsoren sind gang und gäbe.

Die Teilnehmer

Wer zum ersten Mal bei einem Barcamp dabei ist, ist, in der Regel, aufgefordert sich selbst in eine Session einzubringen. So lernt er das Format dieser Veranstaltung gleich viel besser kennen. Dies ist natürlich kein Muss.

Das Gesetz der zwei Füße

Wie bei anderen interaktiven Formaten gilt auch bei der Barcamp Methode: Wer in einer Session nichts mehr beitragen kann oder nichts Neues mehr lernt, bewegt sich dank seiner zwei Füße einfach in den nächsten Raum.

Rahmenbedingungen

räumliche Möglichkeiten des Veranstaltungsorts

Ausreichend Arbeitsräume mit entsprechender Ausstattung für die Gruppensessions – 15-20 Personen pro Session, ideal keine feste Bestuhlung um flexibel einzurichten, Beamer / Smartboard / ausreichend Steckdosen

Offene Fläche/großer Raum (ca. 2 m2 p.P.) – für gemeinsames Networking („Plenarraum“), ggf. mit Bühne

FISCHBOWL

Funktion

Fishbowl ist eine Methode zur Diskussionsführung in großen Gruppen.
Es werden zwei unterschiedlich große Gruppen konzipiert: Eine kleine, aktive Gruppe bildet den Innenkreis (Fische) und die größere, beobachtende Gruppe (Beobachter) den Außenkreis. Entweder kann in der Innengruppe ein Stuhl für Gäste frei bleiben oder es wird bewusst gewechselt, wenn jemand aus dem äußeren Kreis mit in die Diskussion einsteigen möchte.
Nach Bekanntgabe des Diskussionsthemas kann die Aufteilung zufällig oder durch die Teilnehmer:innen selbst erfolgen. Im Anschluss beginnt die Diskussion mit einer Einführung der Moderation woraufhin der Innenkreis diskutiert und der Außenkreis zunächst beobachtet. Während der Diskussion können die Teilnehmer:innen im Außenkreis an der Diskussion partizipieren.

Zweck und Absicht (Warum und wann anwendbar?)

Die Fishbowl-Diskussion soll allen Beteiligten ermöglichen, ihre Meinungen, Ideen und Argumente zu kommunizieren. Dadurch wird ein möglichst umfassendes Meinungsbild zu Themen, Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten aus heterogenen Teilnehmergruppen erarbeitet.
Die unterschiedlichen Denkweisen der Teilnehmenden offenbaren kritische Punkte und bieten dem Gegenüber einen Perspektivwechsel für neue Denkanstöße (Ressort-Denken aufbrechen). Somit wird „verdecktes“ Wissen sichtbar gemacht und durch Synergieeffekte Ideen bzw. Inspirationen geschaffen. Zudem steigert die aktive Teilnahme
jeder Person die Motivation der anderen Teilnehmer:innen (z.B. im Change-Management).
Die Methodik ist insbesondere für die Präsentation von Gruppenergebnissen, offene Diskussionsprozesse und Vertretung von Teilinteressen in einer
größeren Gruppe geeignet.

Flexibilität

Verschiedenste Thematiken/Fragen können behandelt werden.

Dauer

Ab 30 Min.
Ist abhängig von Thema und Diskussionsfreude der Teilnehmer:innen.

Teilnehmer:innen

Ab 8 (Plenum)

Aufwand

Sitzkreise erstellen und Vorgehen erläutern.

Output

Maßzahl: Thema wird klar und umfassend behandelt.

Onlinefähigkeit

Online kann diese Methode z.B. mit MS-Teams in Kombination mit MURAL durchgeführt werden.

Aufgabenstellung wird durch die Moderation im Plenum vorgestellt. Mithilfe von MURAL (digitales Whiteboard) können die Diskussionsteilnehmer:innen mit Namen und Bild dargestellt werden.
Die Teilnehmenden im Innenkreis werden von der Co-Moderation in MURAL kreisförmig angeordnet und darum gebeten deren Mikrofon in MS-Teams freizugeben.
Für Personenwechsel im Innenkreis wird in MS-Teams der Chat genutzt oder durch Handzeichen aufmerksam gemacht. Der Wechsel wird daraufhin von
der Co-Moderation zeitnah vollzogen. Ein Personenwechsel kann auch von der Moderation selbst initiiert werden.
Die Ergebnisse werden von der Co-Moderation während der Diskussion in MURAL mithilfe von virtuellen Post-Its/Kärtchen dokumentiert.
Im Plenum werden noch offene Fragen der Teilnehmer:innen, z.B. durch die Nutzung der Chatfunktion oder Wortmeldungen, geklärt.

Material (Was brauche ich?)

Notizettel, Post-its, Flipchart
Online-Tool (MURAL, Power-Point etc.)

Anleitung (Wie gehe ich vor?)

1.) Rahmenbedingungen/Regeln erläutern
Nur Personen im inneren Kreis dürfen reden (direkte Diskussion).
Personen aus dem Außenkreis hören zu und können jederzeit den Innenkreis betreten, um mitzudiskutieren.
Integration des Außenkreises entweder durch einen freien Stuhl im Innenkreis (Variante 1) oder durch einen Personenwechsel im Innenkreis (Variante 2).
Miteinander reden statt Reden halten, alle Diskutanten lassen sich gegenseitig aussprechen.
Alle Beiträge müssen sich unmittelbar auf den vorherigen Beitrag beziehen (→ Sicherstellung der Fortentwicklung der Diskussion).
Auf Anweisungen der Moderation (z.B. Regelüberwachung, Auflösung von Missständen) hören.
Die Diskussionszeit wird festgelegt (ca. 30min).

2.) Durchführung
Sie bilden einen Stuhlkreis in der Mitte des Raumes (Innenkreis) aus 4-6 Stühlen, sowie einen größeren, äußeren Stuhlkreis (Außenkreis).
Anschließend wird die Diskussion eingeleitet – es ist besonders auf die Einhaltung der Regeln und Rahmenbedingungen zu achten.
Teilnehmer:innen nehmen im Innenkreis Platz und erörtern ein Thema oder diskutieren Fragen und Ergebnisse einer vorangegangenen Arbeitsphase. Die übrigen Teilnehmer:innen setzen sich als Zuhörer:innen und Beobachter:innen in den Außenkreis.
Nachdem die vereinbarte Zeit abgelaufen ist oder die Diskussionsrunde keine neuen Argumente hervorbringt, schließen Sie die Diskussionsrunde. Abschließend wird eine Feedbackrunde von aktiv Beteiligten und Zuhörer:innen durchgeführt, in der die wichtigsten Ergebnisse erfasst werden (z.B.
durch Flipchart, Protokollierung).

GALLERY WALK

Funktion

Für den Gallery Walk werden in Gruppenarbeit ein oder mehrere Themen visuell erarbeitet. Nach der Erarbeitung bewegen sich die Teilnehmer:innen durch die Ausstellung (ähnlich einer Galerie), um die Ergebnisse aus den weiteren Gruppen zu betrachten. Jede Gruppe wird von einem Referenten vertreten, welcher den anderen Teilnehmer:innen die Ergebnisse vorstellt und zu weiteren Diskussionen anregt. Diese sollten grundsätzlich festgehalten werden.

Zweck und Absicht (Warum und wann anwendbar?)

Das offene und interaktive Setting ermöglicht es, sich intensiv mit unterschiedlichen Themenfeldern oder Arbeitsergebnissen auseinanderzusetzen und direkt Kontakte zu knüpfen (Networking). Der intensive Austausch zwischen „Stand-Referent“ und Teilnehmer:innen ermöglicht einen Wissenstransfer und -austausch, welcher sich positiv auf eine weiterführende Analyse der Themen auswirkt. Die Teilnehmenden sollen außerdem lernen, ein Thema oder eine Theorie „verkaufen“ zu können, d.h. in einer Diskussion am jeweiligen Stand die Theorie gegenüber den kritischen „Kunden“ zu verteidigen. Hierzu müssen Sie sich im Vorfeld intensiv mit ihrem Themenfeld auseinandersetzen.

Flexibilität

Die Behandlung verschiedener Themen, die Präsentation durch verschiedene Medien, die Beteiligung bzw. Interaktion verschiedener Zielgruppen/ Branchen ist grundsätzlich möglich. Der Gallery Walk kann entsprechend der lokalen Gegebenheiten sowie personellen und finanziellen Ressourcen individuell gestaltet werden.

Dauer

30 bis 120 Min.

Die Dauer der Methode kann stark variiert werden und ist abhängig von der Anzahl der Gruppen sowie der Komplexität der einzelnen Themenfeldern. Eine Dauer zwischen 30 und 120 Minuten ist praxisüblich. Ein zeitlicher Ablauf kann wie folgt strukturiert sein:

  • Aufgabenerklärung/ Gruppeneinteilung (15 min ),
  • themenspezifische Gruppendiskussion/ -arbeit (20 min),
  • Präsentation vorbereiten (15 min),
  • die Galerie ablaufen und Eindrücke sammeln (40 min),
  • Fazit ziehen (20 min).

Teilnehmer:innen

Ab 9 (Teamarbeit)

Aufwand

Beschaffung der Medien und Hilfsmittel, Planung und Organisation des Gallery Walks.

Output

Maßzahl: Verständnis unterschiedlicher Themen und deren Verteidigung.

Onlinefähigkeit

Online-Format nicht möglich, da der wichtige Charakter des Gallery Walks dabei verloren geht.

Material (Was brauche ich?)

Pro Gruppe eine Pinnwand und/oder Flipchart und einen Tisch,
Moderationsmaterial, z.B. Karten in verschiedenen Größen, Stifte, Pins, usw.,
Je nach Themen Bastelmaterial für die Erstellung von Modellen oder ähnlichem.

Anleitung (Wie gehe ich vor?)

Anleitung (Wie gehe ich vor?)

Vorbereitungsphase

  • Gruppen werden zusammengestellt oder finden sich bei offenen Formaten (z.B. World-Café) eigenständig
  • Rahmendaten werden festgelegt (Zeitrahmen, Gestaltung Gallery Walk, Ort der Veranstaltung usw.)
  • z.B. Stehtische, Materialien, Kaffee, Kekse oder Obst bereitstellen

Gestaltung der Gallerys (1. Phase)

  • Die Gruppen setzen sich intensiv und konzentriert mit einer Thematik auseinander. Hierbei werden entweder selbstständig passende Themen erarbeitet oder Info-Material zur Verfügung gestellt und ausgearbeitet. Wichtig ist die gemeinsame Auswahl oder Vorgabe eines geeigneten Themas
  • Innerhalb der vorgegeben Zeit wird das Thema visuell dargestellt (z.B. Poster, Schaubilder oder Modelle) und intensiv erörtert. Anschließend wird sich im Zuge der Vorstellungsrunde im Rahmen einer Gruppendiskussion mit dem Themenfeld auseinandergesetzt. Hierbei wird ein „Stand-Experte“ aus der Gruppe ausgewählt

Gallery Walk – Informationsgewinnung an Ständen (2.Phase)

  • Die Akteure informieren sich über die anderen Themen an den jeweiligen Ständen und bewegen sich zwischen den Gallerys. An den einzelnen Gallerys werden Diskussionen angeregt und Meinungen ausgetauscht
  • In bestimmen Zeitabständen werden die „Stand-Experten“ gewechselt
  • Die ergänzenden Informationen oder Anmerkungen sollten dann auch mit aufgenommen werden

WORLD-CAFÉ

Funktion

Im Rahmen der Methode „World-Café“ werden große Gruppen in kleineren Gruppen an Tischen verteilt und eine entspannte Atmosphäre, analog zum Café, geschaffen. Anschließend wird anhand einer Frage die Diskussion in den „Café-Runden“ eröffnet und angeregt. In bestimmten Zeitabständen rotiert die Konstellation an den Tischen, wobei ein:e „Gastgeber:in“ am jeweiligen Café-Tisch zurückbleibt und die neue Café-Runde über die bisherigen Ergebnisse aufklärt.

Zweck und Absicht (Warum und wann anwendbar?)

Der stetige Wechsel der Café-Runden führt dazu, dass sich die Teilnehmer:innen gegenseitig „befruchten“. Der wechselnde Austausch von Meinungen und Erfahrungen schafft eine Vielzahl neuer Ideen und Erkenntnisse oder auch die Entwicklung gemeinsamer Visionen. Durch die kreative Zusammenarbeit und Moderation, werden große Informationsströme und verschiedenen Perspektiven zu einem Gesamtergebnis gebündelt.

Flexibilität

Themen können anhand ausgewählter Fragen individuell aufgegriffen werden. Zudem ist die Sammlung der Ideen/Erkenntnisse variabel gestaltbar (z.B. bemalte Tischdecke, Flipchart, virtuelles Whiteboard etc.).

Dauer

Ab 60 Min.
Ist abhängig vom Umfang der Frage/Thematik.

Teilnehmer:innen

Ab 10 (Teamarbeit)
Es sind hohe Teilnehmerzahlen bis zu ca. 2000 Teilnehmern:innen möglich.

Aufwand

Hoher organisatorischer und materieller Vorbereitungsaufwand notwendig, je nachdem in welchem Umfang das World-Café durchgeführt werden möchte.

Output

Maßzahl: Fragestellungen werden umfassend behandelt und evaluiert.

Onlinefähigkeit

Online kann diese Methode z.B. mit Zoom/Microsoft-Teams in Kombination mit MURAL durchgeführt werden.

1.) Vorbereitung
Die Bistrotische des World-Cafés werden durch Gruppenräume (Sessions) ersetzt, wobei der Kaffee von jedem selber mitgebracht werden muss. Technik-Check der Tools.
2.) Ablauf
Nach einer Einführung im Plenum (Hauptsession) verteilen sich die Teilnehmer:innen in den Gruppenräumen (zufällige oder manuelle Zuteilung möglich). Die:Der jeweilige Gastgeber:in befindet sich schon im Gruppenraum und empfängt die Teilnehmer:innen. Die Gruppenraum-Diskussionen dauern 15-25 min. Die Ergebnisse werden von der:dem Gastgeber:in auf einem virtuellen Whiteboard zusammengetragen oder jede:r Teilnehmende:r ergänzt selbstständig das Board (evtl. (moderations-)technische Unterstützung durch CoGastgeber:in).
Erneutes Mischen der Gruppen, wobei die Ergebnisse der ersten Gruppe aufgegriffen, ergänzt und weiter diskutiert werden. Alle kehren in die Hauptsession zurück, in denen die Ergebnisse in MURAL dargestellt und allen zur Verfügung gestellt werden. Die individuellen Eindrücke der Diskussionsrunden werden bei Bedarf innerhalb von 10-15 Min. in der Hauptsession geschildert und letzte Fragen geklärt (Feedback-Runde).

Material (Was brauche ich?)

Wandzeitungen/zu bemalende Tischdecke Stifte/Flipchart/Whiteboard,
Tische für 4-6 Personen,
Themenliste (z.B. in Form einer Speisekarte),
Kekse/Kuchen, Kaffee sowie
Entspannte Musik.

Anleitung (Wie gehe ich vor?)

1.) Vorbereitung
In einem Raum werden die Tische, ähnlich einem Café, aufgestellt und mit Keksen oder Kuchen sowie Getränken bestückt. Als Tischdecke wird beschreibbares Material
verwendet (z.B. Plakate o.ä.). Auf einer „Speisekarte“ präsentieren Sie die Themen als „Menü“.

2.) Durchführung
Sie verteilen die Teilnehmer:innen auf die Tische, welche über das jeweilige Thema diskutieren.
Die Tischdecken (oder andere Hilfsmittel) werden von den Teilnehmenden mit ihren Ideen und Beiträgen zum Thema beschrieben – dies muss ausdrücklich kommuniziert werden.
Nach ca. 25 Minuten verteilen sich die Teilnehmer:innen an andere Tische. Hierbei verbleibt ein:e Gastgeber:in am gleichen Tisch, um der nächsten neu entstandenen Café-Runde die bisherigen Ergebnisse vorzutragen. Anschließend präsentieren sie die, auf den Tischdecken festgehaltenen, Ergebnisse ähnlich wie in einer Ausstellung (Vernissage). Diese können in einer abschließenden Diskussionsrunde besprochen und bei Bedarf angepasst oder ergänzt werden.

Tipps für die Planung

Was soll beim World-Café erreicht werden?
Was ist das Kernthema? → Wie lauten die Fragen und wie kann die jeweilige Frage in den Breakout-Sessions umgesetzt werden?
Wer nimmt teil? Sollen die Teilnehmer:innen vorab in Gruppen kategorisiert werden? Wenn ja, nach welchen Kriterien erfolgt die Einteilung?