Sascha Rülicke
sbc soptim business consult GmbH · Strukturierter Wissenstransfer
Was kostet es, wenn Wissen geht?
Wenn erfahrene Mitarbeitende ein Stadtwerk oder einen Netzbetreiber verlassen, entstehen Folgekosten, die selten in einer Kostenstelle auftauchen: längere Suchzeiten im Team, vermeidbare Fehler, mühsame Rekonstruktion von Wissen. Dieser Rechner stellt diesen Folgekosten dem Aufwand eines strukturierten Wissenstransfers nach dem 7‑W‑Fragen‑Konzept (nach Grames) gegenüber: mit Ihren eigenen Zahlen.
Bewusst konservativ gerechnet: Das Ergebnis ist ein Korridor, kein Versprechen. Die Unterschiede können sie gezielt einstellen (konservativ bis optimistisch). Den Verlauf über drei Jahre sehen sie unten.
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Ihr Ergebnis
– Netto-Nutzen im ersten Jahr (vermiedene Folgekosten abzüglich Transferaufwand)
Ergebniskorridor Jahr 1 · konservativ bis optimistisch
Kumulierter Netto-Nutzen über drei Jahre
konservativ bis optimistisch realistisch (Markierung)
Detailrechnung (gewähltes Szenario, je Wissensträger)
| Position | Rechenweg | Betrag |
|---|
Modelllogik & Annahmen – bewusst transparent
- Übergangsphase statt Dauerschaden: Such- und Fehlerkosten werden nur für die angegebene Übergangsphase angesetzt und mit dem Faktor 0,5 linear abklingend gerechnet – nicht als dauerhafter Ganzjahreseffekt.
- Wirksamkeitsgrad: Strukturierter Transfer vermeidet erfahrungsgemäß nicht alle Folgekosten. Die Szenarien setzen 40 / 60 / 75 % der Folgekosten als vermeidbar an. Welcher Wert für Ihre Organisation realistisch ist, hängt u. a. von Vorlauf, Verfügbarkeit des Wissensgebers und Dokumentationsreife ab – genau das ist Gegenstand des Erstgesprächs.
- Vollständiger Aufwand: Eingerechnet sind externe Moderation und die interne Zeit der Beteiligten: je Triadengespräch 1,5 Std. für zwei interne Personen sowie 2 Std. extern (Durchführung plus Vor- und Nachbereitung), zuzüglich der Basisphasen.
- Nicht eingerechnet: Schwer monetarisierbare Effekte wie Versorgungssicherheits- und Compliance-Risiken, Auditfähigkeit, Onboarding-Beschleunigung künftiger Stellen und Entlastung der verbleibenden Führungskräfte. Der Korridor ist insofern eher eine Untergrenze.
- Plausibilisierung Suchzeit: Studien zu Wissensarbeit beziffern den Anteil der Arbeitszeit für Informationssuche generell auf bis zu rund ein Fünftel (u. a. McKinsey Global Institute, 2012). Der Default von 0,25 Std./Tag während der Übergangsphase liegt bewusst deutlich darunter und erfasst nur den zusätzlichen Effekt des Wissensabgangs.
- Mehrjahresansicht: Die Dreijahresrechnung unterstellt eine gleichbleibende Zahl ausscheidender Wissensträger pro Jahr. Bei bekannten Renteneintrittswellen lässt sich das im Gespräch präzisieren.
- Weitere Informationen gibt es zur Erklärung unter t2informatik-Blog: Wissensmanagement im Wandel oder hier auf unserer Homepage.
Konzeptgrundlage: 7-W-Fragen-Konzept für strukturierten Wissenstransfer nach Patrick Philipp Grames. Rechenmodell und Defaults: sbc soptim business consult GmbH, Essen: auf Basis von Erfahrungswerten aus Transferprojekten in der Energiewirtschaft, bewusst konservativ angesetzt. Dieses Werkzeug ersetzt keine Wirtschaftlichkeitsrechnung im Einzelfall; es strukturiert das Gespräch darüber.

